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Typische Move!-Konfiguration Dialogsequenz

Was kann eine Dialogsequenz?

Die Dialogsequenz ist ein nicht moderierter Kurzworkshop, der eingesetzt wird, um bereits bekannte Inhalte in einem größeren Auditorium zu diskutieren und zu vertiefen.

Eine Dialogsequenz arbeitet daher nicht als Stand-alone-Workshop wie ARENA oder 4plus1 sondern immer im Verbund mit einem Vortrag, einer Präsentation oder auch einem Video. Entscheidend ist, dass in einem ersten Schritt Informationen an die Teilnehmer der Dialogsequenz transportiert werden.

Wie funktioniert eine Dialogsequenz?

Die Arbeitsgruppen für die Dialogsequenz finden sich auf denkbar einfache Weise: Die erste, dritte, fünfte, usw. Reihe des Auditoriums dreht einfach ihre Stühle um, so dass sich jeweils zwei Reihen gegenüber sitzen. Die Teilnehmer bilden dann Vierergruppen (immer zwei aus jeder Reihe) und diskutieren anhand eines vorbereiteten Arbeitsbogens.

Der unmittelbare Bezug der Aufgaben sowohl zum gerade gehörten Vortrag als auch zum individuellen Tagesgeschäft der Mitarbeiter stellt dabei sicher, dass die übermittelten Botschaften nachhaltig vertieft werden. Die Arbeitsbögen enthalten nicht nur die zu diskutierenden Fragestellungen, sondern auch Hilfestellungen zur Beantwortung. Damit ist sichergestellt, dass trotz der individuellen Auseinandersetzung mit den Aufgaben, die Arbeitsgruppen zu ähnlichen Ergebnissen kommen.

„Das gibt Chaos” ist häufig eine erste Reaktion auf das Konzept der Dialogsequenz. Das stimmt aber nicht.

Selbstverständlich bewirkt das gemeinsame „Stühlerücken” ein paar Minuten der Unruhe. Der Effekt ist aber nicht störend, sondern in zweifacher Hinsicht positiv: Erstens werden die Teilnehmer aus ihrer „Vortragsruhe” gerissen. Man setzt ein Signal und steigert die allgemeine Aufmerksamkeit. Zweitens wird ein gutes Stück Spannung erzeugt auf das, was jetzt wohl kommen mag. Deshalb kehrt von selbst schnell wieder Ruhe ein und die Arbeit in den Kleingruppen beginnt. Nach 45 bis 60 Minuten haben alle Gruppen die Bearbeitung abgeschlossen.

Wie entsteht eine Dialogsequenz?

Eine attraktive und wirksame Dialogsequenz fußt auf zwei Dingen: Der vorangehende Informationsteil muss informativ und spannend sein. Die hinlänglich bekannten und gefürchteten „Folienschlachten” sind hier das absolut falsche Mittel, da ein Informationstransfer auf diese Weise kaum gelingt. Die Informationen müssen schon im Vorfeld redaktionell bearbeitet und in einen klaren Gesamtzusammenhang gestellt werden. Außerdem muss eine angemessene Aufbereitung vorgenommen werden, zum Beispiel in Form einer Präsentation. Sie zeigt die Wertschätzung des Vortragenden sowohl gegenüber dem eigenen Thema als auch gegenüber seinem Publikum.

Der zweite Faktor für eine erfolgreiche Dialogsequenz ist der Arbeitsbogen. Hier geht es nicht darum, Gehörtes einfach abzufragen. Vielmehr werden durch gezielt ausgewählte Diskussionspunkte die Nutzanwendungen der Informationen aufgezeigt. Die Vertiefung der Vorteile für jeden Beteiligten ist das Ziel, nicht die Diskussion der Neuerungen an sich. Jede Dialogsequenz benötigt deshalb eine fundierte Vorbereitung, in der durch Workshops und Interviews Anforderungen, Erwartungen und konkrete Ziele des Managements und der Mitarbeiter herausgearbeitet werden. Wie die Dialogbausteine 4plus1 und ARENA durchläuft auch die Dialogsequenz eine intensive Testphase, in der die Arbeitsbögen in Pilotgruppen eingesetzt und optimiert werden.